Goldene Münze balanciert am Rand eines Garageneingangs mit Betonwand und Asphalt, Mietobjekte im Hintergrund
März 29, 2026

Was sind Betongold-Alternativen für Immobilien-Skeptiker?

Viele Investoren sind gegenüber traditionellen Immobilieninvestments skeptisch geworden. Hohe Kaufpreise, komplexe Verwaltung und unvorhersehbare Instandhaltungskosten bei Wohnimmobilien veranlassen sie, nach Alternativen zum Betongold zu suchen. Gleichzeitig möchten sie nicht auf die Sicherheit und Rendite von Immobilien verzichten.

Die gute Nachricht: Es gibt durchaus interessante Alternativen zum klassischen Betongold, die weniger Aufwand bedeuten und dennoch attraktive Renditen bieten. Besonders Garagen und Stellplätze haben sich als praktikable Lösung für vorsichtige Investoren etabliert, die in den Immobilienmarkt einsteigen möchten, ohne die typischen Risiken von Wohnungsinvestments zu tragen.

Was sind die besten Betongold-Alternativen für vorsichtige Investoren?

Die besten Betongold-Alternativen für vorsichtige Investoren sind Garagen, Stellplätze, Garagenparks und kleinere Gewerbeimmobilien. Diese Investments bieten eine ähnliche Sicherheit wie traditionelle Immobilien, erfordern jedoch weniger Kapital und Verwaltungsaufwand.

Garagen und Stellplätze stehen dabei an erster Stelle, da sie besonders einfach zu verwalten sind. Im Gegensatz zu Wohnungen gibt es keine Nebenkostenabrechnungen, keine aufwendigen Reparaturen an Sanitäranlagen oder Heizungen und deutlich weniger rechtliche Komplexität bei der Vermietung. Auch kleinere Büroeinheiten oder Lagerflächen können interessante Alternativen darstellen, erfordern aber meist mehr Fachwissen bei der Bewertung.

Der Vorteil dieser Alternativen liegt in der Risikostreuung: Während bei einer Wohnungsimmobilie der Ausfall eines Mieters sofort 100 % Leerstand bedeutet, können bei einem Garagenhof mit zehn Einheiten auch bei zwei leerstehenden Garagen noch 80 % der Mieteinnahmen erzielt werden.

Warum sind Garagen eine bessere Geldanlage als Wohnungen?

Garagen sind oft eine bessere Geldanlage als Wohnungen, weil sie weniger Verwaltungsaufwand erfordern, geringere Leerstandsrisiken haben und höhere Nettorenditen bei deutlich niedrigeren Einstiegskosten ermöglichen.

Der entscheidende Vorteil liegt in der Einfachheit: Garagen benötigen keine regelmäßigen Renovierungen, keine teuren Reparaturen an Heizung oder Sanitär und keine aufwendigen Nebenkostenabrechnungen. Die Mieter sind in der Regel langfristig orientiert, da ein Garagenwechsel mit erheblichem Aufwand verbunden ist. Zudem ist die Nachfrage nach Stellplätzen in städtischen Gebieten konstant hoch und steigt durch die zunehmende Urbanisierung weiter.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Skalierbarkeit: Während der Erwerb mehrerer Wohnungen schnell sehr kapitalintensiv wird, können Investoren bereits mit moderatem Kapital einen ganzen Garagenhof erwerben und so von Anfang an eine gute Risikostreuung erreichen. Die Verwaltung bleibt dabei überschaubar und kann oft in Eigenregie erfolgen.

Welche Rendite kann man mit Stellplätzen und Garagen erzielen?

Mit Stellplätzen und Garagen können Investoren typischerweise Nettorenditen von 4 % bis 6,5 % erzielen. Die Rendite liegt meist über der von Wohnimmobilien, da die Anschaffungskosten niedriger sind und die Bewirtschaftungskosten minimal ausfallen.

Die Grundrendite liegt meist bei rund 4 % netto, kann aber durch steuerliche Vorteile wie die Abschreibung (AfA) auf 5,7 % bis 6,5 % nach Steuern steigen. Diese Zahlen sind realistisch erreichbar, da Garagen deutlich weniger Nebenkosten verursachen als andere Immobilienarten. Es fallen keine Kosten für Hausmeister, Heizung oder aufwendige Instandhaltung an.

Besonders attraktiv wird die Rendite durch die Wertstabilität: Garagen in guten Lagen verlieren selten an Wert, da der Bedarf an Stellplätzen in städtischen Gebieten kontinuierlich steigt. Gleichzeitig können die Mietpreise in der Regel regelmäßig angepasst werden, da die Nachfrage das Angebot oft übersteigt.

Wie funktioniert der Einstieg in Garagenparks als Kapitalanlage?

Der Einstieg in Garagenparks als Kapitalanlage erfolgt über den direkten Erwerb voll vermieteter Objekte oder Objektpakete ab etwa zehn Einheiten. Idealerweise kauft man bereits funktionierende Anlagen ohne Baustellenrisiko direkt vom Eigentümer.

Wir empfehlen Investoren, mit einem Paket von mindestens zehn Garagen zu beginnen, da sich erst ab dieser Größe ein wirklich funktionierendes Investment mit stabilen Einnahmen entwickelt. Der Kaufprozess ist deutlich einfacher als bei Wohnimmobilien: Es gibt keine aufwendigen Besichtigungen einzelner Wohnungen, keine komplizierte Mieterdokumentation und meist auch keine Maklergebühren.

Wichtig ist die Lage: Garagenparks sollten sich in Gebieten mit hohem Parkplatzbedarf befinden, idealerweise in Wohngebieten ohne ausreichende Parkmöglichkeiten oder in der Nähe von Arbeitsplätzen. Bei voll vermieteten Objekten kann der Investor sofort mit regelmäßigen Mieteinnahmen rechnen, ohne sich um Vermarktung oder Erstvermietung kümmern zu müssen.

Was sind die größten Risiken bei Garagen-Investments?

Die größten Risiken bei Garagen-Investments sind Standortrisiken durch städtebauliche Veränderungen, Leerstand durch Überangebot und langfristige Mobilitätstrends wie autonome Fahrzeuge oder veränderte Mobilitätskonzepte in Städten.

Das Standortrisiko ist besonders relevant, wenn sich die Umgebung stark verändert: Neue Parkplätze in der Nähe, eine veränderte Verkehrsführung oder die Umwandlung von Wohngebieten in Gewerbegebiete können die Nachfrage beeinträchtigen. Auch rechtliche Änderungen, wie neue Stellplatzverordnungen bei Neubauten, können die Nachfragesituation beeinflussen.

Langfristig stellen sich Fragen zur Zukunft der individuellen Mobilität: Carsharing, autonome Fahrzeuge und veränderte Mobilitätsgewohnheiten könnten die Nachfrage nach privaten Stellplätzen reduzieren. Allerdings sind diese Entwicklungen noch weit entfernt und betreffen zunächst vor allem Innenstädte, während Wohngebiete am Stadtrand weiterhin einen hohen Stellplatzbedarf haben werden.

Das Risiko lässt sich durch sorgfältige Standortwahl, Diversifikation über mehrere Standorte und den Fokus auf Gebiete mit strukturell hohem Parkplatzbedarf minimieren. Zudem bleiben Garagen auch bei veränderten Mobilitätskonzepten als Lager- oder Abstellräume nutzbar und können weiterhin zum Vermögensaufbau mit Immobilien beitragen.

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