Deutschland gilt weltweit noch immer als Land der Autofahrer. Der richtige Stellplatz für das eigene Fahrzeug spielt daher hierzulande eine besonders wichtige Rolle. Nicht immer aber ist es gleich notwendig, dafür eine eigene Garage zu errichten. Ähnlich wie bei Wohnungen gibt es vielmehr auch die Möglichkeit, eine Garage zu mieten. Dies ist nicht nur weniger aufwendig als ein kompletter Neubau, sondern bringt auch mehr Flexibilität mit sich. Wer mit dem Gedanken spielt, eine Garage anzumieten, sollte allerdings einige grundlegende Punkte beachten:
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Wie finde ich die passende Garage?
In Deutschland gibt es grundsätzlich ausreichend Garagen. Allerdings ist es nicht immer ganz einfach, eine zu finden, die gerade vermietet wird. Eine erste Anlaufstelle können dabei Immobilienportale im Internet sein. Dort werden auch immer wieder Garagen inseriert. Die integrierten Suchfilter helfen zudem dabei, nur Objekte in die engere Auswahl zu nehmen, die auch tatsächlich den eigenen Vorstellungen entsprechen. Umgekehrt ist es auch möglich, selbst eine Anzeige auf einem solchen Portal aufzugeben und zu warten bis sich Garagenbesitzer mit Angeboten melden.

Der Markt für Garagenvermietungen ist zudem eher lokal ausgerichtet. Anders als bei Wohnungen oder Häusern, sucht kaum jemand nach einer Garage in einer fremden Stadt. Daher kann es sinnvoll sein, die lokalen Zeitungen zu beobachten: Dort finden sich immer wieder Kleinanzeigen von Leuten, die eine Garage vermieten möchten. Ähnliches gilt für die Schwarzen Bretter in Supermärkten und an Universitäten. Sowohl in Lokalzeitungen als auch an den Schwarzen Brettern ist es zudem ebenfalls möglich, eine eigene Anzeige aufzugeben.

Haben Sie auch auf diese Weise keine passende Garage gefunden, kann ein ausgiebiger Spaziergang durch die Nachbarschaft eine lohnende Option sein. Oftmals befinden sich dort freie Garagen, die nicht aktiv beworben werden oder an denen lediglich per angeklebtem Zettel nach einem Mieter gesucht wird.

Welche Vorteile hat die Anmietung einer eigenen Garage?

  • Sie ersparen sich Stress: Die Anmietung einer eigenen Garage geht schnell und unkompliziert vonstatten. Im Gegensatz dazu bringt der Kauf eine Menge an Formalitäten mit sich. Der Bau einer eigenen Garage ist zwar nicht zu vergleichen mit einem Hausbau, bringt aber auch erhebliche Arbeit mit sich. Zudem wird bei einer gemieteten Garage der Großteil des Verwaltungsaufwands vom Vermieter übernommen – auch an dieser Stelle werden Sie also entlastet.
  • Sie können Kosten sparen: Die Kosten für den Kauf oder den Bau einer neuen Garage können schnell schon einmal im fünfstelligen Bereich liegen. Bei einer Miete hingegen kommen in der Regel nur vergleichsweise niedrige monatliche Zahlungen auf Sie zu.
  • Sie sind weiterhin flexibel: Müssen Sie umziehen oder verkaufen Sie ihr Auto und benötigen keine Garage mehr, können Sie den Mietvertrag einfach ohne Angaben von Gründen kündigen.

Außerdem bringt eine Garage noch einige grundlegende Vorteile mit sich – unabhängig davon, ob sie gemietet wurde oder sich im Eigenbesitz befindet. So ist das Auto vor Witterungseinflüssen geschützt. Dies kann insbesondere im Winter von Bedeutung sein, wenn das nervige morgendliche Eiskratzen entfällt. Außerdem ist das Auto in einer Garage besser vor Diebstahl und Beschädigungen geschützt. Dies lohnt sich auch finanziell: Viele Versicherungen bieten einen Garagenrabatt an und erlassen rund fünf Prozent des monatlichen Beitrags. Auf diese Weise kann ein Teil der Garagenmiete gegenfinanziert werden.

Welche Nachteile bringt die Anmietung einer Garage mit sich?
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  • Keine langfristige Planungssicherheit: Auch der Vermieter hat das Recht, den Mietvertrag zu kündigen, wenn die Garage auf andere Weise genutzt werden soll. In der Regel gilt dabei lediglich eine dreimonatige Kündigungsfrist.
  • Der Mietpreis entsteht durch Angebot und Nachfrage und wird direkt zwischen Vermieter und Mieter ausgehandelt. Gesetzliche Vorgaben gibt es in diesem Bereich nicht. Dies heißt aber auch: Insbesondere in Ballungsräumen mit einer großen Nachfrage nach Garagenstellplätzen, kann der Vermieter daher hohe Mieten aushandeln und diese auch regelmäßig erhöhen.
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  • Der Vermieter gibt die Regeln vor: Oftmals existieren Garagenordnungen, die lediglich die gesetzlichen Vorgaben umsetzen. Teilweise gehen die Vorgaben der Vermieter aber auch deutlich darüber hinaus. Bei der Miete einer Garage müssen Sie sich daher fragen, ob sie mit den Vorgaben des Vermieters leben können.

Welche unterschiedlichen Typen von Garagen gibt es?
Unabhängig davon, ob Sie einen Garagenstellplatz mieten oder kaufen möchten, lassen sich vier verschiedene Arten unterscheiden: Die Einzelgarage, die Doppelgarage, die Reihengarage und öffentliche Parkhäuser.

Am komfortabelsten ist dabei in der Regel die Einzelgarage, die frei steht, sich in unmittelbarer Nähe zu einem dazugehörigen Wohnhaus befindet und normalerweise über ausreichend Platz verfügt. Noch mehr Platz ist in der Doppelgarage, die schlicht für zwei Autos Platz bietet. Allerdings sind diese beiden Garagentypen auf dem Mietmarkt nur vergleichsweise selten anzutreffen.

Häufiger werden Sie Reihengaragen finden. Bei diesen wird beim Bau allerdings oftmals darauf geachtet, den vorhandenen Platz optimal zu nutzen. Oder anders ausgedrückt: Die Innenfläche der Garage kann recht schmal sein. Zudem sollten Sie darauf achten, ob ein Stromanschluss vorhanden ist.

Auch in öffentlichen Parkhäusern können Stellplätze gemietet werden, die dann dauerhaft für Sie reserviert werden. In Punkto Sicherheit ist dies aber natürlich nicht mit einer eigenen Garage zu vergleichen. Oftmals gibt es allerdings spezielle, durch einen Zaun gesicherte Stellplätze, die zumindest dafür sorgen, dass nicht jeder in die Nähe Ihres Autos gelangen kann.

Nach welchen Kriterien sollte ich meine Garage aussuchen?
Ähnlich wie bei der Investition in Immobilien gilt auch hier: Die Lage ist am wichtigsten. Niemandem nutzt eine wunderschöne Garage, die ewig weit weg vom eigenen zu Hause ist und daher so gut wie nie genutzt wird. In der Praxis hat sich gezeigt, dass Strecken von unter fünfhundert Metern generell praktikabel sind. Bei weiteren Wegen wird die Garage hingegen oftmals nicht so regelmäßig genutzt wie dies sinnvoll wäre. Mieten Sie daher nicht das erstbeste Objekt, das in der Stadt verfügbar ist, sondern suchen Sie in Ruhe nach einer Garage in der Nähe ihres Wohnortes.

Außerdem erhöht ein eigener Stromanschluss den Nutzungskomfort der Garage. Fehlt dieser kann es schwer sein, die Garage in den Morgen- und Abendstunden sinnvoll zu nutzen, weil dann beispielsweise auch kein Licht vorhanden ist. In diesem Zusammenhang ist zudem zu beachten, wie die Abrechnung des Stromverbrauchs erfolgt: Ein separater Stromzähler in der Garage muss bei den Elektrizitätswerken angemeldet werden. Eine gemeinschaftliche Abrechnung kann beispielsweise auch direkt über eine Pauschale erfolgen.

Wichtig ist zudem, sicherzustellen, dass die gemietete Garage auch mit dem eigenen Auto genutzt werden kann. Dies klingt auf den ersten Blick banal, sollte aber nicht unterschätzt werden. So sind gerade ältere Garagen teilweise sehr schmal, sodass moderne Autos dort gerade so hereinpassen. Gibt es in der Familie nun beispielsweise Fahranfänger, kann es sinnvoll sein lieber nach einer breiteren Garage Ausschau zu halten.

?Außerdem gibt es teilweise Garagen mit extrem steilen Zufahrten, was insbesondere bei tiefliegenden Wagen zum Problem werden kann. In jedem Fall sollten Sie daher die Garage einmal testweise mit dem eigenen Auto befahren können, bevor Sie einen Mietvertrag unterschreiben.

Um einen möglichst großen Schutz vor Einbrechern sicherzustellen, ist vor allem das Garagentor von Bedeutung. Hier sollten Sie darauf achten, dass dieses möglichst hochwertig ist und über eine geeignete Abschließmöglichkeit verfügt. Oftmals kann die Sicherheit zudem relativ simpel durch das Anbringen von Riegeln erhöht werden.

Schwing- oder Rolltor: Wo liegen die Vor- und Nachteile?
Neben der Sicherheit spielt aber natürlich auch der Nutzungskomfort eine wichtige Rolle bei der Auswahl des richtigen Garagentors. Am häufigsten sind dabei Schwingtore anzutreffen. Diese müssen in der Regel per Hand geöffnet werden und verbrauchen vergleichsweise viel Platz, weil das Tor aufschwingt und dafür Platz im Vorderbereich der Garage benötigt. Außerdem befindet sich das Tor anschließend unter der Decke, wodurch sich die nutzbare Höhe der Garage verringert.

Deutlich platzsparender ist hingegen das Rolltor, das zumeist mithilfe einer elektronischen Steuerung arbeitet und daher auch bequemer zu bedienen ist. Auf der anderen Seite ist ein solches Tor aber auch teurer und bringt einen höheren Wartungsbedarf mit sich. Denn insbesondere die elektronische Steuerung kann recht anfällig für kleinere, aber ärgerliche Schäden sein. Außerdem wird für die elektronische Öffnung des Rolltors natürlich ein Stromanschluss benötigt.

Welche Kosten entstehen bei einer Garagenmiete?
Wie bereits erwähnt ist die Miete zwischen den beiden Vertragspartnern völlig frei aushandelbar. Eine gesetzliche Vorgabe gibt es nicht. Daher gilt grundsätzlich: In dicht besiedelten Stadtteilen mit vergleichsweise wenig Stellflächen müssen höhere Mieten in Kauf genommen werden als in Kleinstädten mit mehr Platz. Auf jeden Fall sollten Sie allerdings bedenken, dass zu den direkten Mietkosten auch noch Nebenkosten kommen. Dazu gehören umlagefähige Kosten, die jeder auch aus seinem Wohnungsmietvertrag kennt: Also Straßenreinigung, Winterdienst und Grundsteuer. Auch hier gilt: Ob und wie diese Kosten umgelegt werden, ist Bestandteil der Vertragsverhandlungen zwischen Mieter und Vermieter. In der Praxis führt dies dazu, dass in der Regel alle Nebenkosten vom Mieter zu tragen sind. Bei einer gewerblichen Nutzung kann der Vermieter beim Finanzamt beantragen, dass ihm die Mehrwertsteuer für Dienstleistungen im Rahmen der Garagenvermietung erlassen wird. Dies hat allerdings den Nachteil, dass die Umsatzsteuer dann vom Mieter getragen werden muss.

Die Garagenmiete sollte mit einem Mietvertrag formalisiert werden
Die Regelung über die Umlage der Nebenkosten und die abzuführende Umsatzsteuer sollte dann in einem formalen Mietvertrag festgelegt werden. Oftmals wird auch eine Garagenvermietung per Handschlag vorgenommen. Allerdings würde wohl niemand ein Haus oder ein Auto mieten, ohne einen entsprechenden Mietvertrag zu verlangen. Selbiges sollte daher auch für die Miete einer Garage gelten. Sort sollte dann der Mietpreis inklusive Nebenkosten, die Mietdauer, die Kündigungsfrist und die Konditionen der Nutzung festgelegt werden. Im Streitfall können sich dann beide Parteien auf dieses Dokument berufen.

Nachmieter und Untermiete für Garagen
Teilweise gehören Garagen und Wohnungen auch zusammen. Es existiert also kein separater Mietvertrag. Benötigt der Wohnungsmieter die Garage allerdings nicht selbst, kann er, sofern der Vermieter dem zustimmt, auch einen Untermieter suchen. Dieser erhält dann einen Untermietsvertrag. Dieser hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: Endet das Vertragsverhältnis zwischen Wohnungsmieter und Wohnungsvermieter erlischt automatisch auch die Untervermietung. In einem solchen Fall sollten Sie sich also regelmäßig über Umzugspläne des Untervermieters informieren. In Einzelfällen ist es auch möglich, diesen zu umgehen und einen Vertrag direkt mit dem Wohnungsbesitzer abzuschließen. Ähnlich wie bei einer Wohnung gilt zudem: Möchten Sie das Mietverhältnis vor Ablauf der dreimonatigen Kündigungsfrist beenden, muss oftmals ein passender Nachmieter gesucht werden.

Was ist in einer Garage erlaubt und was nicht?
In der Regel existiert eine Garagenordnung, in der nachzulesen ist, an welche Regeln sich der Mieter zu halten hat. Allerdings gibt es auch gesetzliche Regelungen, die in jedem Fall gelten. So ist eine Garage kein zusätzlicher Keller. Dort dürfen lediglich Fahrzeuge und Gegenstände mit einem thematischen Bezug aufbewahrt werden. Dazu gehören beispielsweise: Fahrräder, Kindersitze, Winterreifen und bis zu zwanzig Liter Benzin, sofern dieses sicher verschlossen ist. Was jetzt genau einen thematischen Bezug zum Auto hat, lässt sich im Einzelfall natürlich immer diskutieren.

Grundsätzlich sollten Sie aber den Brandschutz beachten. Alte Kartons oder Möbel können bei einem Feuer stark beschleunigend wirken. Leicht entzündliche Dinge wie Öl oder sogar ein offenes Feuer erhöhen zudem die Brandgefahr. Kommt es zu einem unkontrollierten Feuer und es wird festgestellt, dass die Garage nicht vorschriftsmäßig genutzt wurde, können erhebliche Kosten auf Sie zukommen. Zudem gilt der Mietvertrag ausschließlich für den Innenbereich. Die Flächen rund um die Garage sind freizuhalten.

Etwas schwierig ist auch der Punkt der Reparaturen. Grundsätzlich ist eine Garage keine Werkstatt und darf auch nicht als solche genutzt werden. Gleichzeitig sind kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten am eigenen Auto aber natürlich erlaubt. Im Einzelfall ist die Abgrenzung dabei etwas schwierig. Es empfiehlt sich daher auch bei in der Garage durchgeführten Reparaturen auf den Brandschutz zu achten und sicherzustellen, dass durch die Arbeiten keine Nachbarn gestört werden.

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Gerhard Lidl
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